Küsten- und Dünenschutz in NordfrieslandNaturschutzgebiet Nordfriesisches Wattenmeer26.09.2009 Cindy Maréchal
Strandrose - Cindy Werder
Das Nordfriesische Wattenmeer gilt allgemein als einzigartiges Ökosystem, welches durch die zunehmende Verschlechterung der Umweltbedingungen immer mehr gefährdet ist. Angesichts der weiter steigenden Meeresspiegel wird der umfassende Küsten- und Dünenschutz, insbesondere in Nordfriesland, noch weiter verstärkt werden müssen. Schutz der Natur auf den Nordfriesischen InselnUnter Naturschutz in den Küstenregionen versteht man vor allem die Bestrebungen, die ursprüngliche Landschaft zu erhalten und unter gesetzlichen Schutz zu stellen. So gilt beispielsweise das Wattenmeer als Naturschutzgebiet. Es ist gesetzlich vor den Einflüssen des Menschen geschützt. Seit 2009 ist das Wattenmeer als Weltnaturerbe durch die UNESCO anerkannt. Küstenschutz früher und heuteSeit Jahrhunderten wird im Bereich der schleswig-holsteinischen Küste und des Wattenmeers Küstenschutz betrieben. Die küstennahen Gebiete sind vor allem durch Sturmfluten, dem klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels aber auch durch Verunreinigung mit wassergefährdenden Stoffen bedroht. Die Belastung mit Nähr- und Schadstoffen gilt als besonderes Risiko, da der Bedarf an Trinkwasser in Schleswig-Holstein zu 100 Prozent aus dem Grundwasser gedeckt wird. Ökologisch wichtige Watt- und Salzwiesenflächen sind in früherer Zeit in einzelnen Küstenregionen übermäßigem Verbau zu Opfer gefallen. In dieser Zeit und bis heute bestand der Küstenschutz aus verschiedenen Maßnahmen:
Beim heutigen Küstengewässerschutz geht es zudem hauptsächlich darum, Lebensräume und Artenvielfalt sowie die ungestörte ökologische Entwicklung zu bewahren beziehungsweise wieder herzustellen. Im Nordfriesischen Wattenmeer wurden inzwischen Schutzgebiete eingerichtet, die jährlich Millionen von Vögeln als Brut- und Raststätte dienen. Recht und Gesetz als BasisDie EG-Hochwasserrichtlinie und das Bundesgesetz zum vorbeugenden Hochwasserschutz bilden die rechtlichen Grundlagen und haben unter anderem zum Ziel, das Hochwasserrisiko zu verringern. Zudem sollen die Handlungsempfehlungen zum vorbeugenden Hochwasserschutz der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) den Gefahren und Risiken für Mensch, Tier und Gut entgegenwirken. Strategien zum Küsten- und DünenschutzAuf den Nordfriesischen Inseln handelt es sich hauptsächlich um Flachküsten, welche weitgehend durch Dünen charakterisiert sind. Diese durch den Nordseewind angehäuften Sandhügel werden durch Bepflanzung befestigt, da sie sich sonst um bis zu mehrere Meter pro Jahr verschieben können. Solche Arten von Bepflanzungen werden vornehmlich durch Dünengras, Strandhafer oder zum Teil auch durch die weit verbreitete Strandrose vorgenommen. Sie spielen eine wesentliche Rolle beim Aufbau von Dünen und sollen dazu beitragen, dass ihr Wurzelwerk als Erosionsschutz im Rahmen von Küstenschutzmaßnahmen dient. Küsten- und Dünenschutz auf den NordseeinselnDie Inseln an sich bilden schon wirksamen Küstenschutz für die Westküste Schleswig-Holsteins. Sie sind ihr wie eine Barriere vorgelagert und fangen bereits einen erheblichen Teil der Brandung ab. Mit verschiedenen Maßnahmen und entsprechendem Verhalten können aber auch Kur- und Feriengäste auf den Nordfriesischen Inseln zum Schutz der Küstengebiete beitragen:
Literatur: Lux H: Küsten- und Dünenschutz. Garten und Landschaft 102 2 (1992) 16-19 Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005, Teil 1, Nr. 26, vom 9.05.2005 Richtlinie über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken (EU-HWRL) vom 18.09.2007 Urheberrecht: Cindy Maréchal. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.
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